Bindehautentzündung natürlich und homöopathisch behandeln

Warum hat Ihr Hund eine Bindehautentzündung?

Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) bei einem Hund kann diverse Ursachen haben. Angefangen von einer genetischen Disposition, bei der die Hunde eine veränderte Lidspalte besitzen und dadurch die Haare immer wieder das Auge reizen, über allergische Reaktionen, Zugluft, Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten bis hin zu Verletzungen am Auge, welche ebenso ursächlich für Bindehautenzündungen sein können.

 

Wie erkennen Sie eine Bindehautentzündung bei Ihrem Hund?

Das Auge / die Augen sind angeschwollen, zeigen eine starke Röte und haben einen ausgeprägten Tränenfluss. Weiteres kann das Auge eitrig sein und der Hund versucht es sich permanent zu reiben. Einige Hunde zeigen eine vermehrte Lichtempfindlichkeit und schütteln gegebenenfalls öfter den Kopf. Auch ein krampfhaftes Zwinker / Blinzeln kann ein Symptom der Bindehautenzündung sein.

 

Wie können Sie Ihren Hund mit Kräutern unterstützen?

Du kannst einen Aufguss aus verschiedenen Kräutern zubereiten. Hier zu eignen sich besonders Salbei, Schafgarbe, Augentrost und Eibisch. Aus diesem Aufguss kannst du (idealerweise mit Baumwolltüchern) warme Kompressen für das Auge machen.

ACHTUNG: Bitte keine Kamillenkompressen, da diese das Auge austrocknen!

 

Welche Maßnahmen sind für Ihren Hund noch wichtig?

Wichtig ist hierbei, das Immunsystem zu stärken. Das tun Sie idealerweise mit Propolis, Echinacea oder Katzenkralle. Weiteres muss die Ursache der Bindehautentzündung gefunden werden. Handelt es sich beispielsweise um eine genetische Disposition, so sollten die Augen regelmäßig gepflegt werden. Bei einer Allergie als Ursache, muss der allergene Stoff unbedingt gemieden werden.

Zusätzlich können Sie das Auge mit kolloidalem Silber (mit 50 ppm) auswaschen. Bitte mit jeder Kompresse nur einmal wischen, dann entsorgen. Sonst werden die Bakterien immer wieder ins Auge gewischt.

 

Welche homöopathischen Mittel kann ich für meinen Hund benutzen?

Hier kommen je nach Modalität verschiedene Homöopathika zu Einsatz.

Das bekannteste ist Euphrasia (Augentrost). Dieses setzt du ein, wenn das Auge stark gerötet ist, der Augenausfluss wässrig und wundmachend ist, ein leichter Nasenausfluss hinzu kommt, der Hund eine Lichtempfindlichkeit zeigt und augenscheinlich Schmerzen hat. Verschlimmern sich zudem die Symptome am Abend, ist Euphrasia euer Mittel der Wahl.

Hier bekommt euer Hund Euphrasia in D6, 3x tgl. 5 Globuli in die Lefzen gelegt.

Ein weiteres beliebtes Mittel ist Allium cepa (Küchenzwiebel). Dies kommt meist zum Einsatz, wenn die Ursache Zugluft oder eine Infektion ist. Die Bindehaut ist gerötet und der Ausfluss wässrig. Hier ist jedoch der Nasenausfluss wundmachend, was bei Euphrasia nicht der Fall ist. Die Symptome verschlimmern sich bei Wärme, am Abend und in der Nacht. Allium cepa wird in D6, 3x tgl. 5 Globuli verabreicht.

Ein drittes mögliches Mittel ist Apis mellifica (Honigbiene). Die Augen sind stark geschwollen und die Bindehaut hellrot. Der Hund zeigt eine extreme Lichtscheue und starke Schmerzen. Der Augenausfluss ist wässrig und verschlimmert sich bei Wärme, abends und in der Nacht. Geht der Hund in die Kälte verbessern sich die Symptome. Apis wird in D6, 3x. tgl 5 Globuli verabreicht.

Ein viertes Mittel ist Mercurius solubilis Hahnemanni (Quecksilber). Die Bindehäuter sind geschwollen und rot. Der Ausfluss ist eitrig (grün-gelblich) und riecht sehr unangenehm. Die Schmerzen und die Lichtempfindlichkeit verschlimmern sich bei Wärme. Die Dosierung von Mercurius solubilis Hahnemanni findet in D8 statt. 2x tgl. 5 Globuli. Wenn sich die Symptome hier nach 3 Tagen nicht deutlich bessern, dann bitte einen Tierarzt aufsuchen.

Ein letztes mögliches Mittel ist Pulsatilla (Kuhschelle). Dieses findet seinen Einsatz bei Hunden, die ein cremiges, gelbliches Sekret zeigen. Das Sekret ist nicht wundmachend, aber die Augenlider jucken stark. In dem Fall besteht die Bindehautentzündung meistens schon länger. Besserung findet meist an der frischen Lust statt. Pulsatilla wird hierbei in D6, 3x tgl. 5 Globuli verabreicht.

 

Die Globuli werden idealerweise in die Lefzen gelegt und können dort wunderbar mit der Schleimhaut aufgenommen werden. Vorher und nachher mindestens 20 min. lang kein Futter geben, damit die Wirkung nicht beeinträchtigt wird.