Harninkontinenz bei der Hündin

Harninkontinenz bei der Hündin

 

Was ist Harninkontinenz?

Unter Harninkontinenz versteht man den unfreiwilligen Verlust von Harn in Form von Tröpfeln.

 

Was ist die Ursache für Harninkontinenz?

Harn wird aus den Nieren in die Harnblase geleitet und dort so´lange gespeichert, bis er bewusst (willkürlich) ausgeschieden wird (durch die Harnröhre). Der Schließmuskel der Harnröhre (Sphinkter) ist ringförmig und verschließt die Harnröhre solange, bis der Hund seinen Harn absetzen möchte.

Bei Hündinnen besteht oftmals eine Störung der Fähigkeit des Schließmuskels, so dass man hier von einer Sphinktermuskelinkompetenz (SMI) spricht. Der Harnröhrenschließmuskel erreicht hierbei nicht seinen normalen Schließmuskeldruck. Die Folge ist, dass Harn tropfenweise die Harnröhre verlässt.

Neue Untersuchungen zeigen, dass SMI auf einen Östrogenmangel zurück zu führen ist.

 

Was sind die Symptome von Harninkontinenz?

Als Hauptsymptom erkennt man das sogenannte Harnträufeln, vor allem in der Nacht. Manche Hunde verlieren nur sehr wenig Harn, so dass Sie es oft nur beim bellen merken oder wenn Ihr Hund sehr aufgeregt ist.
Im Scheidenbereich kommt es oftmals zu Verfärbungen des Fells und zu Reizungen der haut. Löst die Inkontinenz bei Ihrer Hündin seelischen Stress aus, so sind meist Verhaltensveränderungen zu bemerken.

 

Wie kann man SMI behandeln?

Die Behandlung erfolgt bei SMI mit der Gabe von Östrogen. Heutzutage werden mitunter natürliche Östrogene verwendet, welche eine ebenso hohe therapeutische Sicherheit und Verträglichkeit aufweisen wie synthetische Östrogene.

 

Was sollten Sie noch beachten?

Geben Sie Ihrer Hündin genügend Auslauf, besonders am späten Abend. Schränken Sie NICHT die Flüssigkeitszufuhr ein und vermeiden Sie Übergewicht, da dieses Inkontinenz fördern kann.

 

Liebe Grüße

Eure Tierheilpraxis in Berlin