Hefepilz bei Hunden

 

Was sind Hefepilze?

 

  • knospende Sporen
  • Mensch und Hund haben ein natürliches ausgeglichenes Vorkommen an Hefepilzen
  • Dafür sorgt ein ausgeglichenes Immunsystem

 

Wie läuft solch eine Infektion mit Hefepilzen ab?

 

  • ein geschwächtes Immunsystem führt zur übermäßigen Vermehrung von Hefepilzen, weil es das Gleichgewicht nicht kontrollieren kann
  • ein überaktives Immunsystem löst Allergien aus, welche ebenso Probleme mit Hefepilzen auslösen können

 

Ein herkömmlicher Tierarzt behandelt Allergien mit Cortison, um das Immunsystem etwas „ruhig zu stellen“. Da lindert zwar die Symptome, führt aber nicht zur Heilung. Die Folge sind wiederkehrende Allergien und Pilzproblematiken.

 

Oftmals gibt es dazu Antibiotika, um Folgeerkrankungen durch Bakterien zu bremsen. Leider werden hier jedoch nicht nur die pathogenen (krank machenden) Bakterien, sondern auch die nützlichen Bakterien zerstört.

 

Das natürliche Milieu der Hautflora und der Hefepilze wird noch mehr zerstört und die Erkrankung schlimmer als zuvor.

 

Im Extremfall:

 

Im Extremfall entwickelt der Hund eine Allergie gegen die übermäßige Anzahl an Hefepilzen und demnach eine Allergie gegen seine eigene Haut. Die Folgen sind dramatisch – der Hund ist am ganzen Körper feuerrot und gereizt.

 

Folglich kann man sagen, dass Hunde nicht nur mit einem schwachen, sondern auch mit einem überaktiven Immunsystem an einer Hefepilzerkrankung leiden können.

 

Was sind Anzeichen und Symptome einer Hefepilzerkrankung?

 

Die Diagnose kann entweder durch einen Abstrich gestellt werden oder durch das Kultivieren in einem Labor.

In der Erstuntersuchung erkennt man jedoch auch schon am Geruch des Tieres, ob eine Hefepilzinfektion vorliegt. Der Geruch hierfür ist bezeichnend – stechend, muffig, unangenehm.

Da Hefepilzinfektionen stark jucken, ist ein vermehrtes Kratzen und Knubbern bei den Hunden zu beobachten. Hier sollten sie dann spätestens genauer hinschauen.

 

Wie sehen Behandlungsschritte aus?

 

Als erstes sollten Sie sich die Ernährung Ihres Tieres anschauen. Zucker ist eine ideale Energiequelle für Hefepilze. Zucker wird durch Kohlenhydrate umgewandelt, was zur Folge hat, dass die Anti-Hefepilz-Diät kohlenhydratfrei erfolgen sollte. Hierbei sollte auf Hafer, Weizen, Kartoffel, Honig, Süßkartoffeln, Glucose, Fructose, Mais, Reis u.v.m. Eine Liste hierzu erhalten Sie bei Ihrem Tierheilpraktiker.

 

Zusätzlich sollten Sie auf niedrig-glykämisches Gemüse achten. Ohne eine Ernährungsumstellung ist die Hefepilzinfektion dauerhaft nicht zu behandeln.

 

Vermeiden Sie (hoher glykämischer Index): Beeren, Kartoffel aller Art, Kürbis, gekochte Mohrrüben, Sellerie, Mais, Kohl, Paprika)

 

Als Empfehlung gebe ich die kleine Zufuhr von Knoblauch oder Oregano. Beides ist hilfreich gegen Pilze. Sie senken das Hefepilzniveau im Körper bzw. auf der Haut.

 

 

Als weitere Maßnahme müssen Sie die infizierten Körperstellen stets desinfizieren. Hier helfen keine Pillen und keine Cremes, sondern nur die ständige Desinfektion durch den Hundehalter. Das Problem an den oftmals verabreichten Salben ist, dass diese lediglich die Hefe zerstören, jedoch dann immer noch die tote Hefe auf der hautverbleibt und sich darauf wieder neue tote Hefeschichten bilden. Deshalb muss die haut direkt desinfiziert und gereinigt werden.

Sind die Ohren infiziert, so müssen diese gereinigt werden. Dazu gibt es vorgefertigte Lösungen in der Apotheke oder Sie erhalten vom Tierheilpraktiker eine spezielle Lösung, welche Sie mit einem Wattebausch im Ohr anwenden können. Bitte verwenden Sie keine Wattestäbchen!

 

Befindet sich der Pilz an den Pfoten, so können Sie die Desinfektionslösung in einer Tasse geben und dort die Pfoten hinein tauchen. Anschließend abtupfen und die Desinfektion auf den Pfoten belassen. Möglich ist auch ein Wasser – Wasserperoxidgemisch mit Essig. Dies kann beliebig oft wiederholt werden, um die Pfoten sauber zu halten. Achtung nur bei schwarzen Hunden – hier sollte eher zu Essig, als zu Wasserstoffperoxid gegriffen werden, da das Fell sonst ausbleicht.

 

Eine gesündere Variante der Desinfektion ist die Behandlung mit kolloidalem Silber. Hierzu rate ich jedoch das Hinzuziehen eines Tierheilpraktikers, da entsprechend für Ihren Hund die richtige Dosierung und Mischung festgelegt werden sollte.

 

Bäder und Spülungen:

Da Kohlenhydrate eine Nahrungsquelle für Pilze sind, ist von einem Hafer-Shampoo abzuraten. Im Handel gibt es bereits gute Anti-Pilz-Shampoos auf Basis von Teebaumöl oder Kräutermischungen. Zu den Anti-Pilz-Spülungen kann etwas Pfefferminzöl getropft werden, damit Ihr Hund besser riecht 😉

 

Bei saisonalen Pilzen durch vermehrtes Schwitzen genügen Bäder, Spülungen und Desinfektion. Neigt Ihr Hund ganzjährig zu Pilzen, so sollten Sie sich an einen Tierheilpraktiker Ihres Vertrauens wenden, um eine Stärkung des Immunsystems vorzunehmen.

 

Ein gesunder Hund kann Hefepilzattacken gut alleine lösen.